Was gibt es zum Thema Kinder im Internet noch zu bedenken?

Jedes Kind hat eine eigene Persönlichkeit und entwickelt sich in seiner individuellen Umgebung in seinem eigenen Tempo. Die folgenden Tipps sind daher nur als grobe Orientierungshinweise zu verstehen.


Welches ist das richtige Einstiegsalter?

Der richtige Zeitpunkt für erste Surferlebnisse hängt von der Entwicklung des einzelnen Kindes und seiner Umgebung ab. Grundsätzlich gilt: Im Vorschulalter sollten Kinder in der realen Welt leben. Da Kinder in dieser Phase vor allem durch Nachahmung lernen, sollte der Bildschirm möglichst nicht im Mittelpunkt des Familienlebens stehen. Die meisten Kinder sammeln erste Erfahrungen mit dem Internet im Grundschulalter.

Wie begleite ich mein Kind bei ersten Surferlebnissen?

Erkunden Sie die Kinderseitenlandschaft zunächst selbst und wählen Sie für die ersten Surferlebnisse geeignete Angebote aus. Diese sollten die Medienkompetenz der Kinder fördern und auch den übrigen Kriterien guter Kinderseiten entsprechen. Die Inhalte sollten sich an den Interessen und der Lebenswelt des Kindes orientieren.
Setzen Sie sich in der Anfangszeit immer dazu und bleiben Sie als Ansprechpartner für Fragen auch später noch in der Nähe.

Wie viel Zeit darf ein Kind am Bildschirm verbringen?

Erstklässler sollten in der Anfangszeit maximal 15 Minuten surfen, 10-jährige in der Woche nicht länger als acht Stunden. Das Bundesfamilienministerium rät, Zeitkontingente einzuführen. Dies gilt mit erweiterter Stundenzahl auch noch für ältere Kinder. Lassen Sie dabei auch Ausnahmen zu.

Welche Surf-Regeln sollen wir außerdem aufstellen?

Als Grundbedingungen gelten:

  • gesurft wird nur auf erlaubten Seiten, deren Inhalte dem Kind nicht schaden.
  • Familienleben, Freunde und Hausaufgaben dürfen nicht unter dem Spaß im Internet leiden
  • es gibt genug Ausgleich wie Sport, das Spielen eines Musikinstrumentes, im Freien mit Freunden spielen, etc.

Mehr Infos

→ beim Internet ABC (Seitenstark-Mitglied)
→ beim Initivativbüro "Gutes Aufwachsen mit Medien"
→ beim Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern e.V.
→ Merkblatt "Apps zum Thema Jugendschutz und Medienerziehung" von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle Nordrhein-Westfalen e.V.
→ im kostenlosen Eltern-Ratgeber von Scoyo"Lernen im Internet"

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Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2010 bis 2011 sowie 2011 bis 2014.