Mitglieder der Jury

Der Vergabejury obliegt die finale Entscheidung über die Verleihung des SEITENSTARK-GÜTESIEGELS. Sie ist mit fachlich versierten und renommierten Personen aus dem Medienbereich besetzt und trifft ihre Entscheidung in einer Mehrheitsentscheidung.

 

 

  • Sebastian Gutknecht

    Sebastian Gutknecht ist Jurist und seit Juni 2021 Direktor der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) in Bonn. Seit 2005 war er Referent für Jugendschutzrecht bei und seit 2012 Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Nordrhein-Westfalen e. V. in Köln. Er ist seit 2008 von den Obersten Landesjugendbehörden (OLJB) und in aktueller Funktion vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) entsandtes Mitglied der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) sowie seit 2005 in verschiedenen Funktionen bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) sowie der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK) im Prüfbereich aktiv.

     

    Kinder haben ein Recht auf Teilhabe an der Nutzung digitaler Medien. Dieses Recht ist im Jugendschutzgesetz fest verankert. Damit sie insbesondere ihre ersten Schritte bei der Internetnutzung in sicheren, für sie geeigneten Online-Umgebungen gehen können, müssen sie die entsprechenden Websites und Portale kennen. Gütesiegel können hier eine wichtige Orientierung geben, und zwar sowohl den Kindern selbst als auch ihren Erziehungsberechtigten. Um Seitenstark dabei zu unterstützen, diesen Orientierungsauftrag wahrzunehmen, engagiere ich mich in der Vergabejury.

  • Verena Knoblauch

    Verena Knoblauch arbeitet als Grundschullehrerin und medienpädagogische Beraterin für Grund- und Mittelschulen in Nürnberg. Sie ist außerdem bundesweit in der Lehrkräftefortbildung, als Referentin und Autorin tätig und Gründungsmitglied des Instituts für zeitgemäße Prüfungskultur. Ihr Ziel: Unterricht im Sinne einer zeitgemäßen Bildung zu verändern. Sie engagiert sich außerdem im Twitterlehrerzimmer / #twlz (Twitter: @VerenaKnoblauch; Mastodon: @VerenaKnoblauch @bildung.social).

     

    Es gibt so viele Angebote, dass es schwer ist den Überblick zu behalten. Das Seitenstark-Gütesiegel bietet Eltern und Lehrkräften Sicherheit bei der Auswahl von Internetseiten für die Kinder.

    Ich schätze es sehr, wenn Kinder dazu angeregt werden, Inhalte nicht nur zu konsumieren, sondern selbst kreativ zu werden, zu forschen, Dinge auszuprobieren und sich mit anderen darüber auszutauschen. Es ist wichtig, Kindern die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu informieren, auf Entdeckungsreise im Internet zu gehen, vielfältige Angebote zu nutzen und auszuprobieren. Gute Kinderwebseiten ermöglichen dies, indem Inhalt und Layout der Seite auf die Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse der Kinder angepasst sind.

    Ich finde die Jury-Aufgabe unglaublich spannend, freue mich darüber, neue und gute Angebote für Kinder zu entdecken und schätze den Austausch mit den Kolleg:innen in der Jury. Ich wünsche mir ein möglichst breites öffentliches Interesse für dieses Thema und dass weiterhin so kreative und spannende Seiten entstehen bzw. erhalten bleiben.

  • Kirsten Kramer

    Kirsten Kramer ist Juristin und stellvertretende Direktorin der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM). Hier leitet sie den Bereich Recht, Grundsatz und Verwaltung. Sie war Vorsitzende des Erfurter Netcode e.V. (in Auflösung) und Mitglied der Vergabejury bei der damaligen Förderinitiative des Bundes "Ein Netz für Kinder".

     

    Als Vorsitzende des Erfurter Netcode e.V., den wir nach vielen Jahren nun auflösen, ist es mir ein besonderes Anliegen, dass das Siegel des Erfurter Netcode in neuer Form als Gütesiegel des Seitenstark e.V. weiterhin präsent ist. In der unübersichtlichen Weite des Netzes sind qualitativ untersetzte Gütesiegel Anker für Suchende, eine Versicherung für Eltern, Großeltern und Pädagogen, wenn es um die Netznutzung durch Kinder geht. Kinderwebseiten sind schließlich etwas Besonderes, weil sie sich an eine besondere Zielgruppe richten, die neugierig ist, aufrichtig, aber auch verletzlich und unverzichtbar für eine gelingende Zukunft in einer friedlichen Gesellschaft.

     

    Kinder- und Jugendmedienschutz präventiver und repressiver Art sind ein wesentliches Betätigungsfeld der TLM. Schon lange und immer wieder habe ich die Chancen genutzt, in Gremien mitzuarbeiten, die sich mit qualitätsvollen Kindermedien und ihrer Sichtbarmachung beschäftigen. So ist es auch naheliegend, in der Vergabejury für das Gütesiegel des Seitenstark e.V. dabei zu sein. Besonders wichtig dabei ist mir, dass wir nicht nachlassen, gute Angebote für Kinder sichtbar zu machen, sie zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass ein Bewusstsein dafür besteht, dass Kinder eigene Angebote brauchen. Daher wünsche ich dem Projekt viele engagierte Mitstreiter, viele Enthusiasten, die weiterhin die Kinderseitenlandschaft beleben und bereichern und gute Entscheidungen im Rahmen der Siegelarbeit.

  • Darja Martens

    Darja Martens ist Diplom-Bibliothekarin. Sie hat lange Zeit beim Fernsehen gearbeitet, bevor sie während ihrer Elternzeit in die Internet-Welt eintauchte. Seit 2011 ist sie bei der Kindersuchmaschine Blinde Kuh tätig, zunächst als Online-Redakteurin, jetzt als Referentin und stellvertretende Geschäftsführerin. Von 2014 bis 2016 war sie Mitglied der Nominierungskommission für den Grimme Online Award. Seit 2016 ist sie im Vorstand des Seitenstark e. V.

     

    Eltern von jüngeren Kindern sind im Allgemeinen nicht als Expert:innen für Kinderseiten geboren und sind deshalb, wenn Fragen um die Mediennutzung aufkommen, dankbar für die eine oder andere Hilfestellung zum Thema. Bereits seit langem bieten Kindersuchmaschinen Kindern Orientierung im Netz. Mit dem Gütesiegel kommt eine weitere Form der Orientierung hinzu, die Auskunft über Qualitätsstandards gibt. Hier können Kinder und Erwachsene sicher sein, dass es sich um ausgewiesene Kinderseiten handelt, die insbesondere Standards im Datenschutz und Verbraucherschutz erfüllen und bei denen auch die Mitmachmöglichkeiten sicher sind.

     

    Als Mitarbeiterin bei einer Kindersuchmaschine kenne ich die Kinderseitenlandschaft und ihre Problemstellungen und möchte dieses Wissen beisteuern. Für das Projekt wünsche ich mir eine große Vielfalt an gesiegelten Kinderseiten. Schön wäre es, wenn durch das Siegel diejenigen Seiten, bei denen es zunächst Beanstandungen gibt, motiviert wären, diese zu beheben und ihre Seiten dadurch für die Kinder wertvoller zu machen. So hätten die jungen User eine breitere Auswahl.

  • Anke Meinders

    Anke Meinders ist seit 2007 als Medienpädagogin bei fragFINN tätig. Im Dezember 2016 hat die Diplom-Pädagogin die Geschäftsführung des fragFINN e.V. übernommen. Sie studierte Erziehungswissenschaften an der Universität Lüneburg, Universität Bremen und University of Glasgow (Schottland). Dabei lagen die Schwerpunkte in den Bereichen der Erwachsenenbildung, Schul- und Medienpädagogik. Nach dem Studium war Anke Meinders als Projektkoordinatorin und Dozentin tätig.

     

    Das Internet ist allgegenwärtig und Kinder wachsen von Beginn an mit diesem komplexen Medium auf. Deshalb ist es so wichtig, dass Kinder frühzeitig lernen, sich im Internet zu orientieren. Dies kann nur gelingen, wenn es vielfältige und sichere Online-Angebote für Kinder gibt, sodass entsprechende Kompetenzen entwickelt werden können. Genauso wie es Kinderbücher, Kinderfilme oder auch Kinderhörspiele gibt, muss es Onlineangebote für Kinder geben, die auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind.

     

    Das Gütesiegel ist wichtig, da es pädagogisch wertvolle Kinderseiten nicht nur sichtbar macht, sondern auch eine Qualitätssicherung garantiert und eine Wertschätzung der wichtigen Arbeit der Kinderseitenbetreiber:innen darstellt. Ich wünsche mir, dass das Gütesiegel Seitenbetreiber:innen motiviert, sich mit den Kriterien auseinanderzusetzen, sodass die Kinderseiten noch attraktiver, vielfältiger und sicherer für Kinder werden. Gleichzeitig hoffe ich, dass das Gütesiegel auch deutlich macht, wie wichtig es ist, die Kinderseitenlandschaft verstärkt zu fördern, sodass diese wieder wachsen kann. Die Förderung von kindgerechten Online-Angeboten kann nur als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gelingen. Zudem könnte das Siegel ein Anreiz für die nächste Generation von Websiteanbieter:innen sein, sich dieser Thematik zu widmen und die Zielgruppe der Kinder stärker in den Fokus zu nehmen.