Seitenstark - So ging es los

Seitenstark, das ist die spannende Geschichte einer bunten Landschaft.

Als das Internet mit dem neuen Jahrtausend Einzug in Büros und Privathaushalte hielt, erkannten einige Fernsehsender und Unternehmen sofort den Bedarf. Sie zogen umgehend mit ersten deutschen Kinderseiten ins weltweite Netz. Zeitgleich gingen auch eine handvoll privater Initiativen mit ersten Angeboten für Kinder an den Start. Ohne Geld, dafür mit umso mehr Kompetenz begeisterten sie Mädchen und Jungen mit Angeboten, die Spaß und schlau machten und die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten waren. Vor allem aber bezogen sie die Kinder selbst mit ein. Dem einsetzenden Ansturm der kleinen Besucher hielten die privat engagierten Macher kaum Stand. Schon bald zeigten sich für alle die Schattenseiten:

  • Je mehr Kinder den Kontakt mit den Redaktionen der Idealisten suchten, desto mehr unbezahlte Arbeit fiel an. Der Erfolg führte manche Seite ohne finanzielle Rückendeckung direkt in den Ruin.
  • Fernsehsender und Unternehmen stellten vor allem die Vermarktung ihrer Produkte in den Vordergrund. Sie waren zwar finanziell gut ausgestattet, boten allein aber nicht genug Vielfalt für eine bunte, anspruchsvolle und ausgeglichene Kinderseitenlandschaft.
  • Auch Seiten mit Pornografie, Gewalt und rechter Propaganda machten sich breit. Filtersysteme sollten Kinder schützen. Sie enthielten jedoch viele Defizite, kickten auch Kinderseiten aus dem Rennen und führten nicht zum Ziel.

Die Lösung versprach die Gründung eines Pools von Kinderseiten.
Sie konnten sich mit vielen verschiedenen Inhalten gegenseitig ergänzen und damit Kindern alles bieten, was sie suchten. Mit dieser Idee schlossen sich 2003 die Gründungsmitglieder Blinde Kuh, sowieso, kidsville und milkmoon zusammen. Sie besiegelten die Mission Netzwerk, nannten sie Seitenstark und formulierten ihre Ziele:

  • Kinder sollen im Internet alles finden, wonach sie suchen, und zwar in einem sicheren, nicht gewinnorientierten Umfeld.
  • Kinder sollen die kommunikativen und interaktiven Möglichkeiten des Netzes nutzen können und Medienkompetenz erwerben.
  • Kinder sollen im Netz Ansprechpartner finden und Rat bekommen. Das erfordert lebendige Redaktionen.
  • Kinder müssen die Vielfältigkeit der Kinderseitenlandschaft erkennen und nutzen können. Dazu müssen sich die Seiten gegenseitig vernetzen.

Damals klang es revolutionär. Aber bis heute gilt Vernetzung als Markenzeichen von Seitenstark.
Das Prinzip sprach sich schnell herum und stieß in der „Szene“ auf Begeisterung. Ende 2004 beteiligten sich schon 17 Mitgliedsseiten in der Arbeitsgemeinschaft, Ende 2010 waren es 41 und 2016 sind es über 60 Kinderseiten.

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Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2010 bis 2011 sowie 2011 bis 2014.