Frage der Woche:

Warum schreiben Menschen gemeine Sachen im Netz?

Eines Tages kommst du in die Schule und alle lachen sich schlapp. Der Grund: Ein Foto geistert durchs Netz. Darauf ist ein nackter Körper zu sehen. Den Kopf hat jemand ausgetauscht – gegen dein Gesicht. Und darauf prangen lauter dicke, aufgemalte Pickel. Du bist stinksauer und möchtest am liebsten im Boden versinken. Alle anderen haben ihren Spaß. Vor allem das Mädchen, mit dem du ständig Streit hast. Sie lässt sich feiern, denn sie hat sich auch diese Schweinerei mal wieder ausgedacht.

Cybermobbing, so nennt man das, kann jeden treffen und läuft immer ähnlich ab. Die gemeinen Fotos, Beleidigungen oder Gerüchte kommen über WhatsApp, per E-Mail, SMS oder verbreiten sich in sozialen Netzwerken wie Facebook in Windeseile. Vieles wird gespeichert, weiter verändert und immer wieder verschickt. Die Täter wollen ihr Opfer vor allen anderen bloßstellen, weil sie eifersüchtig sind, weil sie sich vor anderen wichtigmachen oder einfach nur ihren Spaß haben wollen.
Aber Cybermobbing ist kein Spaß, sondern feiger Terror. Denn anders als auf dem Schulhof müssen die Täter ihrem Opfer dabei noch nicht mal in die Augen sehen.

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Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2010 bis 2011 sowie 2011 bis 2014.