Frage der Woche:

Darf ich auf meiner eigenen Website zeigen, was ich will?

Im Tierpark stibitzt ein Katta einer Frau den Rucksack und düst damit im Affentempo auf und davon – und das direkt vor deiner Kamera. Ein perfektes Video für deine Website, oder?

Ja, aber nur, wenn die Frau nichts dagegen hat. Sonst verletzt du ihr »Recht am eigenen Bild«. Das besagt, dass du auch selbst fotografierte Bilder und Videos nur veröffentlichen darfst, wenn alle darauf abgebildeten Personen damit einverstanden sind. Ausnahmen gelten für Fotos von Promis, weil sie »Personen öffentlichen Lebens« sind, und für Bilder von einer Menschenmenge in der Öffentlichkeit.

Auch für die Inhalte gibt es Grenzen. Zwar darfst du in Deutschland deine Meinung in Texten und Bildern frei äußern. Das gilt aber nur, solange du damit gegen kein Gesetz verstößt. Verboten sind zum Beispiel Bilder und Texte, die zur Gewalt aufrufen oder Menschen beleidigen könnten. Außerdem darfst du nichts Falsches über andere behaupten. Überhaupt solltest du dir immer überlegen, was du über andere im Internet preisgibst. Auch wahre Aussagen können Schaden anrichten und lassen sich auf deiner Website überall in der Welt finden.

Damit Verstöße verfolgt werden können, gehört auf jede professionelle Website ein Impressum. Das verrät, wer die Website herausgibt und für sie verantwortlich ist, enthält also mindestens den Namen des Herausgebers, seine Anschrift und seine E-Mail-Adresse.

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Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2010 bis 2011 sowie 2011 bis 2014.